Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

fordern, Vb.

fordern /Vb./
1. etw. von jmdm. verlangen: etw. kategorisch, unablässig, stürmisch, mit Recht f.; Geld, Tribut f.; der Juwelier forderte von mir einen hohen Preis für den Schmuck; das Volk hat leidenschaftlich den Kopf des Verräters gefordert; Gehorsam, Rechenschaft, Sühne f.; sie forderten von ihm Genugtuung für die ihnen zugefügten schweren Beleidigungen; der Anwalt forderte Freispruch für den Angeklagten; ich fordere, daß du schweigst; ein fordernder Blick; Einlaß fordernd; jmdn. fordernd ansehen; etw. fordert etw.: das Leben fordert sein Recht; das Gesetz fordert von uns Gehorsam; Die Stunde fordert das Letzte von uns G. Hauptm. Kramer IV; die Lage hat gebieterisch eine Entscheidung gefordert; die Arbeit fordert, daß wir uns ihr ganz widmen; d. Krieg, Unglück hat viele Opfer gefordert (zur Folge gehabt)
2. jmdn. zum Zweikampf herausfordern: jmdn. auf Säbel, Pistolen f. /bildl./ Arm in Arm mit dir, / So fordr' ich mein Jahrhundert in die Schranken Schiller Carlos I 9

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Zitationshilfe
„fordern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/fordern>, abgerufen am 25.01.2020.

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