frieren, fror, hat gefroren/ ist gefroren
/vgl. Gefrorene /
1. Kälte empfinden(hat)
a) beständig, sehr, stark, gewaltig, umg. schrecklich f.; umg. wir haben bei der Kälte tüchtig gefroren; er fror, daß er mit den Zähnen klapperte; ich friere an den Händen, landsch. an die Hände, an den Füßen; sie froren bis ins Mark; umg. sich zu Tode f.; salopp wie ein Schneider, ein junger Hund (sehr) f. das frierende Kind; /übertr./ Dabei fror mein Herz Renn Kindheit 194
b) jmdn. friert (es), es friert jmdn. jmdm. ist kalt, Kälte steigt in jmdm. hoch: mich friert (es) entsetzlich, jämmerlich; mich hat am ganzen Körper gefroren; es friert ihn an den Fingerspitzen; Es friert ihn erbärmlich an den Zehen Waggerl Jahr 263; /übertr./ ihn fror bis ins innerste Herz
2. vor Kälte erstarren, gefrieren
a) (ist:) im Winter friert der See; das Wasser in der Leitung, die Fensterscheibe ist gefroren; der Boden ist hart gefroren; ich bin ganz steif gefroren; der gefrorene Bach; ein blau gefrorenes Gesicht; /übertr./ das Blut friert in den Adern; als wenn das Hirn ihm friere Storm 6,295; ein gefrorenes Lächeln; veralt. Er ist / Gefroren (durch Zauberei fest gegen Hieb und Schuß, unverwundbar) Schiller Wallenst. Tod V 2
b) es friert es gefriert, Frost tritt ein(hat:) es friert anhaltend, stark, umg. tüchtig; Im Winter friert es häufig im Hochfeld nachts Passarge Südafrika 118; umg. draußen fror es Stein und Bein (sehr)

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