Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

gären

gären, gärte (gor,) hat gegorenist gegorenhat gegärtist gegärt
1. sich aus höheren organischen Verbindungen in niedere zersetzen(hat/ ist): d. Most, Bier gärt; der Teig gärte; der Wein hat gegärt; der Wein ist (klar) gegoren, zu Essig gegoren; gegorenes Apfelmus;
2. /übertr.; meist gärte, gegärt/ in jmdm., etw. gärt es in jmdm., etw. kommt heimlich Unfrieden auf, brodelt, wühlt es(hat:) in der Masse, Menge gärt es; unter der Bevölkerung hat es gegärt; Franz ist mit Haß und Wut aus dem Saal gestiegen, es gärt in ihm Döblin Alexanderpl. 287; etw. gärt: im Lande gärte ein Aufruhr; unterirdisch gor die langsame Pein der ungenutzten Kräfte Fussenegger Antlitz 27; gärende Konflikte, Unzufriedenheit;

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Zitationshilfe
„gären“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/gären>, abgerufen am 25.11.2020.

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