Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

gürten

gürten, gürtete, hat gegürtet
einen Gürtel um-, anlegen: oft scherzh. jmdm., sich /Dat./ einen Gürtel, Strick um den Leib, die Hüfte g.; jmdn., sich (mit einem Riemen, Schurz, Tuch) g.; Pförtner gürtet seinen Kimono ordentlicher G. Kaiser Tanaka II; die … Hose war ihm unter dem Bauche gegürtet, so daß dieser kuglig vortrat Erh. Kästner Zeltbuch 118; e. Riemen, Schurz gürtete ihn, seine Lenden (lag um seine Hüften) Schneiderei ein gegürteter Rock, gegürtetes Sportkostüm; hist. er gürtete sich mit dem Schwert, Wehrgehänge; die Ritter gürteten sich zum Kampf; Ich sehe dich gegürtet und gerüstet Schiller Tell II 1; /bildl./ sich mit Kraft, Energie g. (Kräfte sammeln) ; (sich /Dat./) seine, die Lenden g. (sich anschicken, vorbereiten), um etw. zu tun Obgleich … das deutsche Bürgertum seine Lenden zu gürten schien, um auf politischem Gebiete nachzuholen, was seine großen Denker und Dichter auf geistigem Gebiete längst vollbracht hatten Mehring Lessing-Legende 62

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Zitationshilfe
„gürten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/gürten>, abgerufen am 25.11.2020.

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