genü̱gen /Vb./
1. genug sein, hin-, ausreichen: das genügt für uns, für 10 Personen, unsere Verhältnisse; das genügt mir nicht, kaum, völlig; ein Anruf, Blick genügte; ein kleines Zimmer hätte uns für diese Nacht genügt; die Pferdebahn genügte für frühere Verhältnisse; diese Methode kann für moderne Verhältnisse nicht mehr g.; die Frau hatte Angst, dem Mann nicht mehr zu g.; veraltend kein Genügen (keine Befriedigung) finden /oft im Part. Präs./ bei genügender Übung, mit genügender Energie wirst du den Anforderungen gerecht; genügenden, genügend Lohn erhalten, zahlen; genügend Abwechslung, Benzin im Tank, Geld, Muße, Zeit haben; genügend verdienen, zu essen haben; /als Zensur/ die Leistungen des Schülers sind mit genügend bewertet
2. einer Sache g. einer Sache gerecht werden: der Anstandspflicht, den wachsenden Ansprüchen, den Bedingungen, der Form, den Regeln des Wettkampfes g.; seinem Auftrag … hat er nie genügt H. Mann Zeitalter 14; immer schwerer fiel es ihm, seinen Repräsentationspflichten am Hofe und in der Stadt zu genügen Feuchtw. Tag 236

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