gesche̱hen(es geschieht,) geschah, ist geschehen
1. sich zutragen, ereignen: ein Unglück ist g.; es ist ein Unglück g.; der Unfall geschah vor ihren Augen; was ist g.?; was mag (in der Zwischenzeit) g. sein!; eines Tages geschah es, daß …; es geschieht zuweilen, daß …; nun geschah es aber, daß …; umg. scherzh. es g. noch Zeichen und Wunder! /Ausruf, wenn etw. Überraschendes eintritt/ ; ich denke, es ist wunder was g.; so g. (so trug es sich zu) im Jahre 1900 Geschehenes, das Geschehene beklagen, bedauern; es soll, wird sogleich g. (ausgeführt, erledigt werden) das ist bereits g.; in denen auch die sorgfältige Erziehung der Kinder … in mustergültiger Weise geschieht Döblin Alexanderpl. 96 in dieser Angelegenheit ist bisher nichts g. (unternommen worden) es muß etw. g.; etw. g. lassen etw. dulden, zulassen: er ließ es g., daß sie auf Abwege gerieten; wie konntest du das g. lassen?; umg. du läßt aber auch alles mit dir g. (wehrst dich nicht, bist zu allem still)
2. jmdm. geschieht etw. jmdm. widerfährt etw.: jmdm. ist ein Leid, (ein) Unrecht g.; es geschieht dir nichts (Böses); es kann dir dabei nichts g.; umg. das geschieht ihm recht (das hat er nicht besser verdient)! er wußte nicht, wie ihm geschah (es geschah sehr schnell)
3. es ist um jmdn. g. (jmd. ist verloren) um seine Ruhe, Gesundheit ist es g. (er hat die Ruhe, Gesundheit verloren)

Gesche̱hen, das; -s, /ohne Pl./
geh. /entsprechend der Bedeutung 1 von geschehen / Ablauf der Ereignisse: das geschichtliche, historische, gegenwärtige G.; es handelt sich um ein gesetzmäßiges G.; der Ablauf des Geschehens; das G. rollt ab; das G. auf der Bühne fesselte das Publikum

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