Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

gucken, Vb.

gucken /Vb./
umg.
1. sehen, schauen: guck mal!; laß ihn doch auch einmal g.!; in das Buch, den Kochtopf g.; durch das Fernrohr, Schlüsselloch g.; jmdm. über die Schultern g. /bildl./ sich /Dat./ die Augen aus dem Kopf g.; salopp dumm aus der Wäsche (fassungslos, überrascht) g. /übertr./ in den Eimer, Mond, die Röhre g. (das Nachsehen haben) jmdm. auf die Finger g. (ihn beaufsichtigen, kontrollieren) jmdm. in die Karten g. (sich über seine Pläne informieren) Löcher in die Luft g. (vor sich hinstarren) scherzh. zu tief ins Glas g. (angeheitert, betrunken sein)
2. etw. guckt etw. sieht hervor: der Unterrock guckt; das Kleid guckt unter dem Mantel; habe ich … sie [die Zeitung] ein Stück aus der Manteltasche gucken lassen Baierl Flinz 2

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Zitationshilfe
„gucken“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/gucken>, abgerufen am 25.11.2020.

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