hüllen /Vb./
geh. jmdn., etw. in etw. h. jmdn., etw. in etw. einpacken, mit etw. schützend umgeben: das Kind in eine Decke h.; sich in den Mantel, (fester) in den wollenen Schal h.; Kleidungsstücke in ein Tuch, eine Blumenschale in Papier h.; sie hüllte ihr Gesicht fest in die Falten des langen grünen Kleides G. Keller 4,347 (Gr. Heinrich) ; sie war in Samt und Seide gehüllt; er steht frierend auf der Straße, in seinen Mantel gehüllt; Marat, in ein weißes Tuch gehüllt P. Weiss Marat 1; /bildl./ der Schnee hüllt die Berge in ein dichtes Weiß; das Haus war in Flammen gehüllt; das Auto ist in Staubwolken gehüllt; die Stadt ist in Dunkel, Finsternis, Nebel gehüllt; /übertr./ die Musik hüllte ihn in glückliche Träume; Frau Permaneder, gehüllt in würdevollen Ernst Th. Mann 1,406 (Buddenbr.) ; etw. ist in Dunkel gehüllt etw. ist unklar, unbekannt: das Motiv der Tat ist (völlig) in Dunkel gehüllt; sich in Schweigen h. beharrlich schweigen: warum hüllst du dich in Schweigen?; auch etw. um jmdn., etw. h. etw. schützend um jmdn., etw. herumlegen, wickeln: einen Pelz um jmdn., um sich h.; sie hüllte der alten Frau ein wärmendes Tuch um die Schultern; Der Schriftsteller Bertin … hüllte sich eine Decke um Leib und Beine A. Zweig Erziehung 268

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