hallen /Vb./
1. laut klingen, schallen: e. Ruf, Lied, Knall, Schlag hallt; durch die stille Nacht hallte ein Schuß; im Walde hallt ein Schrei; die Stiefel der Soldaten hallten auf dem Pflaster; das Pfeifen der Lokomotiven hallt im Bahnhof; die Klänge der Musikkapelle h. über den Platz; vom Fluß her hallten die Stimmen der Schiffer; laut hallte die Schiffsglocke über das Deck; die Hämmer h. dröhnend im Takt; die Donnerschläge hallten betäubend; es hat gehallt wie bei einem schweren Gewitter; weit war das Hallen der Trompete zu hören /oft im Part. Präs./ ein weithin hallendes Gelächter, Getöse; der hallende Lärm der Maschinen; die hallenden Axtschläge der Holzfäller; die Schiffssirene tutete hallend; während die Glocken nun hallend ausschlugen Cramer Konzessionen 280
2. einen Schall, Widerhall hervorrufen, widerhallen: die Schreie der Verunglückten hallten schauerlich in den Bergschluchten; Dumpf hallten die Schritte der Soldaten in den katakombenartigen Gewölben Bredel Enkel 259 ein Saal hallt (der Schall wird von seinen Wänden zurückgeworfen) das leere Zimmer hallt; /oft im Part. Präs./ ein hallender Flur, Korridor; die hallenden Räume einer Kaserne; wir gingen durch enge, hallende Gänge; sie unterhielten sich nur leise in der hallenden Diele; das Echo kam hallend von den Bergwänden zurück

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