Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

heimlich, Adj.

heimlich /Adj./
1. versteckt aus Furcht vor Entdeckung, vor anderen verborgen, geheim: ein h. Plan; eine h. Verabredung, Zusammenkunft; h. Angst, Furcht, Freude, Verehrung, Wehmut, Zärtlichkeit; einen h. Kummer haben; Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß als heimliche Liebe Volksl.; ein h. Befehl; jmd. ist ein h. Revolutionär; jmdm. h. ein Zeichen geben; etw. h. tun; der Kranke war h. aufgestanden; sich mit jmdm. h. treffen; h. lästern, gähnen; h. etw. wünschen, bestaunen; jmdm. h. nachschleichen, etw. zustecken; jmdn. h. lieben; umg. sich h. davonmachen, aus dem Staube machen (verschwinden) ; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein / Und predigten öffentlich Wasser Heine 2,432 (Wintermärchen)
2. österr. /im übrigen Sprachgebiet veraltend/ heimelig: Trotta trank. Das kahle Zimmer wurde heimlicher J. Roth Radetzkymarsch 300

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Zitationshilfe
„heimlich“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/heimlich>, abgerufen am 22.09.2020.

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