herzlich
1. /Adj./ von Herzen kommend, innig, aufrichtig: h. Worte für jmdn. haben; eine h. Bitte an jmdn. richten; jmdm. einen h. Empfang bereiten; jmdm. eine h. Erinnerung bewahren; jmdm. in h. Liebe zugetan sein; ein h. Verhältnis zwischen Mutter und Tochter; h. Blicke, Gefühle; ein h. Lächeln, Tonfall; eine h. Zuneigung für jmdn. empfinden; im Geiste h. Freundschaft; in h. Einvernehmen; /in Wendungen des Dankes, Grußes/ (vielen) h. Dank!; Deinen Brief habe ich mit h. Dank erhalten; h. Grüße an alle, an Ihre Frau; h. Glückwunsch (zum Geburtstag)!; mein herzlich(st)es Beileid; scherzh. h. Beileid! /zu jmdm. gesagt, der einen unangenehmen Auftrag auszuführen hat/ ; sie waren alle sehr h. zu mir; sie war mir h. gut; jmdn. h. (be)grüßen, beglückwünschen, lieben, verabschieden; jmdn. h. bewundern, um Verzeihung bitten; jmdm. h. danken, entgegenkommen, die Hand schütteln; sich h. freuen; /abgeblaßt/ es tut mir h. leid (sehr leid), aber helfen kann ich dir in dem Falle nicht umg. scherzh. rauh, aber h. /als Erwiderung auf rauhe Worte, die freundlich und aufrichtig gemeint sind/
2. /Adv./ umg. sehr, ziemlich: was man dafür getan, darüber gesagt hat, war h. wenig; das alles kümmerte ihn h. wenig; die beiden hatten sich nur noch h. wenig zu sagen; /in Verbindung mit negativen Begriffen/ spött. das war eine h. schwache Leistung; h. schlechte Verse wurden in Musik gesetzt; es war h. langweilig, uninteressant; die Zeit wurde ihr h. lang; Ihm war es in Wirklichkeit herzlich gleichgültig, welche Temperatur im Raume herrschte Fahlberg Erde 19; Er [der Schimmel Unverzagt] war ein herzlich gutes Vieh Fallada Murkelei 136

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