hinterlassen /Vb./
I. hịnterlassen(er läßt hinter,) ließ hinter, hat hintergelassenostmitteldt. süddt. umg. jmdn. nach hinten gehen lassen: ich möchte zum Hof. Läßt du mich hinter?; würden Sie mich bitte einmal h.!
II. hinterlạssen(er hinterläßt,) hinterließ, hat hinterlassen
1. jmdn., etw. zurücklassen
a) nach dem Tode: er hat eine Frau und drei Kinder h.; er hinterläßt eine große Bibliothek; die hinterlassenen (nachgelassenen, postumen) Schriften eines bekannten Wissenschaftlers herausgeben jmdm. etw. vererben: der Verstorbene hat seinen Kindern eine große Geldsumme, nur Schulden h.; er hinterließ dem Museum durch Testament eine wertvolle Sammlung /bildl./ der Dichter hinterläßt uns ein wertvolles geistiges Erbe
b) beim Verlassen eines Ortes: die Gäste werden gebeten, das Zimmer in ordentlichem Zustand zu h.; (dem Nachfolger) eine große Unordnung h.; bei seiner Abreise hat er dir, für dich folgenden Auftrag h.; hinterlassen Sie beim Pförtner bitte eine Nachricht für mich; Grüße für jmdn. h.; er hat auf einem Zettel h. (beim Verlassen aufgeschrieben), wo er zu finden ist /bildl./ sein Ausscheiden hinterläßt im Betrieb eine empfindliche Lücke; der Krieg hatte ein Trümmerfeld h.
2. etw. (ohne Absicht) verursachen, bewirken: die Räder h. im Boden tiefe Spuren; er hat Schmutztapfen auf dem Fußboden h.; d. Redner, Bild hinterließ bei allen einen guten Eindruck; dieses Vorkommnis hat bei ihm einen unangenehmen Nachgeschmack h.;

hinter-,

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