Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

ideal, Adj.

idea̱l /Adj./
griech.
1. vollkommen, musterhaft, vorbildlich: ein i. Partner, Gatte, Lehrer, Interpret; ein i. Ferienort, Landeplatz; eine i. Wohnung, Stelle; i. Verhältnisse; ein Sanatorium in i. Lage; der Schauspieler verkörperte die Rolle in i. Weise; eine idealere Schwiegertochter hätte sie sich nicht wünschen können; die Bedingungen waren i.; umg. sehr schön: ein i. Wetter; hier ist es einfach i.;
2. ein Ideal betreffend, erhaben, Ggs. materiell: ein i. Ziel; i. Werte, Forderungen; i. Gründe, keine wirtschaftlichen, ließen ihn diesen Beruf ergreifen; Die Alchimisten haben eben gewußt, wie gut sich ideale Bestrebungen oft mit dem natürlichen Besitztrieb vertragen Hartlaub Großer Wagen 56; Mein idealer Lebenszweck / Ist Borstenvieh, ist Schweinespeck J. Strauss Zigeunerbaron I 5; Es wäre … zu traurig, wenn der Sinn für das Ideale verlorenginge Fontane I 3,304 (Treibel) ; Kunstgesch. die i. Landschaft; selbstlos, uneigennützig, voll Idealismus: ein i. Handeln, Streben; i. denken, fühlen, vorgehen;
3. Phys. nur in der Vorstellung bestehend, nur als Idee, nicht wirklich vorhanden, Ggs. real: i. Festkörper; eine i. Flüssigkeit, Lösung, Mischung; das i. Verhalten der Stoffe; der Satellit hat eine Umlaufbahn, die der i. Kreisbahn nahekommt;

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Zitationshilfe
„ideal“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ideal>, abgerufen am 11.08.2020.

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