Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

improvisieren

improvisi̱e̱ren, improvisierte, hat improvisiert
ital.etw. unvorbereitet, aus dem Stegreif tun: e. Ausflug, Zeitungsartikel i.; gelegentlich bereitete es dem König Vergnügen, Entscheidungen, die er wohlüberlegt hätte treffen können, genial zu improvisieren Zuchardt Spießrutenlauf 354; Verse, e. Einlage, Toast, Vortrag i.; etw. ohne viele Vorbereitungen und mit bescheidenen Mitteln herstellen: e. Feier, Mahlzeit, Brücke, Puppenbühne i.; Bald wurde es nötig … eine Unfallstation zu improvisieren Baum Kristall 87; e. improvisierte Rede, Festlichkeit, Fahrt; eine schnell improvisierte Mahlzeit; ein aus rohen Brettern improvisiertes Regal; Außerdem gab es … einen improvisierten Tisch, als welcher eine ausgehängte Türe diente Doderer Lederbeutelchen 12; unvorbereitet handeln: er improvisiert mit großem Geschick, liebt es zu i.; keiner merkte, daß er nur improvisierte; aus Zeitmangel mußten wir i.; Ich habe, um oft vollkommen zu sein, zu oft improvisiert H. Mann Zeitalter 197; der Hauptdarsteller improvisierte (extemporierte) so geistvoll, daß er das Publikum zu immer neuem Applaudieren hinriß Mus. Improvisationen spielen, vortragen

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Zitationshilfe
„improvisieren“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/improvisieren>, abgerufen am 30.09.2020.

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