Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

infam, Adj.

infa̱m /Adj./
lat.abwertend
1. schändlich, niederträchtig, schuftig: das ist eine i. Behauptung, Hetze, Heuchelei, Lüge; hier liegt ein i. Betrug, Trick, Spiel, Manöver vor; dieser i. Bengel, Lügner, Wüstling!; Eine so infame Kreatur durfte sie also duzen Kolb Schaukel 159; jmdn. auf i. Weise, i. verleumden, hintergehen; veralt. ehrlos: Es verbietet der König hierdurch allen Offizieren von der Kavallerie bei infamer Kassation, sich … vom Feinde attackieren zu lassen Th. Mann 11,76
2. abscheulich, fürchterlich: die abscheuliche Dürre des Jahres und das infame Unwetter von vorgestern Zuchardt Spießrutenlauf 293; Durch eine infame Architektur um einen lohnenden Ausblick gebracht Grass Blechtrommel 62; Aber während vorn die Mieter schimpften … woher das so infam röche G. Hermann Kubinke 83

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Zitationshilfe
„infam“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/infam>, abgerufen am 11.08.2020.

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