Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

inner, Adj.

inner /Adj./
Ggs. äußer
a) innen liegend: der i. Kreis, Rand; die i. Bahn, Brusttasche, Kante, Reihe; der innerste der drei Höfe; die i. Bezirke der Stadt wurden von dem Unwetter besonders hart betroffen; [der Graben] der den großen äußeren Burghof von dem kleinen inneren trennte Fontane I 1,239 (Minde) ; der Verletzte hatte i. Blutungen; er ist Facharzt für i. Krankheiten (Internist)
b) innewohnend, innen vorhanden, innen wirksam: die i. Anteilnahme, Ausgeglichenheit, Ruhe, Bereitschaft, Bewegung, Erregung, Festigkeit, Leere, Reife, Sammlung, Überzeugung, Ungeduld, Unsicherheit, Zucht; der i. Drang, Frieden; das i. Bedürfnis, Widerstreben; er verstand es meisterhaft, seine i. Hohlheit zu verbergen; Vornehmheit drückt inneren Adel in stiller Zurückhaltung aus Rathenau Kommende Dinge 98; In dem Angesichte eines Häßlichen ist für uns oft eine innere Schönheit Stifter 2,25; eine i. Stimme hat mich gewarnt; salopp seinen i. Schweinehund besiegen (sich selbst überwinden) die i. Entwicklung, Gesetzmäßigkeit, Geschlossenheit, Gliederung, Notwendigkeit, Ordnung, Spannung, Stabilität, Zersetzung; der i. Zusammenhang, Zerfall; das i. Gefüge
c) inländisch: der i. Feind, Markt; der Minister für i. Angelegenheiten; das Ministerium des Innern;

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„inner“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/inner>, abgerufen am 13.08.2020.

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