Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

kühn, Adj.

kühn /Adj./
Mut zeigend, verwegen
a) keine Gefahr scheuend, wagemutig: k. Männer; ein k. Sprung, Flug; eine k. Tat; ein k. Abenteuer, Handstreich, Wagnis, Entschluß, Unternehmen; er hat einen k. Sinn, ein k. Herz; k. vorgehen; etw. k. und tatkräftig verwirklichen; von wagemutiger Dreistigkeit, keck: ein k. Liebhaber; Ich hatte meine kühne Frage nach Ulrikes Namen kaum getan Andres Liebesschaukel 97; sie war so k., ihn herauszufordern;
b) die gewöhnlichen Schranken überschreitend (und zukunftsweisend): er hatte k. Ideen, hielt eine k. Rede; ein k. Vorschlag, Einfall, Gedanke; eine k. Hypothese; gewagt: das ist eine (ziemlich) k. Behauptung, Vermutung; eigenwillig, originell: ein k. Bau; Alice trug wohl das kühnste Kleid dieser Party M. Walser Ehen 95 k. (ungewöhnlich, erstaunlich) geschwungene Linien (einer Zeichnung, eines Bauwerks) er hat eine k. (sehr) gebogene, geschwungene Nase das hätte ich in meinen kühnsten (unwahrscheinlichsten) Träumen nicht für möglich gehalten

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Zitationshilfe
„kühn“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/kühn>, abgerufen am 27.07.2021.

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