Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

küssen

küssen, küßte, hat geküßt
jmdn., etw. zum Zeichen der Liebe, Freundschaft, Verehrung mit den gespitzten Lippen berühren: jmdn. (flüchtig, kühl, sanft, innig, heiß, leidenschaftlich, stürmisch, nach Herzenslust) k.; die Mutter küßte ihr Kind zärtlich; jmdn. herzen und k.; sie haben sich, einander herzhaft geküßt; wenn sie sich müde geküßt hatten H. Kurz Sonnenwirt 167; jmdn. auf den, seinen Mund, auf die Stirn, Wange k.; Ach, ich hab' sie ja nur / auf die Schulter geküßt! Millöcker Bettelstudent 1,4; jmds. Mund, Hand, jmdm. die Hand, Stirn k.; sie küßte ihr aus Dankbarkeit die Hände; ein Bild, Rel. kath. den Ring des Bischofs⌝ k.; [er] küßte die Erde des Grabes Büchner 106 (Lenz) ; es grüßt und küßt Dich Dein(e) … /Schlußformel unter Briefen/ österr. küß die Hand! /Gruß/ /bildl./ dicht. ein leichter Wind küßte die Blätter; Es war, als hätt' der Himmel / die Erde still geküßt Eichendorff Mondnacht; umg. scherzh. er ist von der Muse geküßt worden (hat etw. gedichtet)

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Zitationshilfe
„küssen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/küssen>, abgerufen am 28.07.2021.

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