knüpfen /Vb./
1. die Enden von Fäden, Stoffstreifen miteinander durch einen Knoten verschlingen, zusammenfügen: zerrissene Fäden, den Schnürsenkel k.; ein Tuch (um den Kopf) k.; Friedrich … sich eben die Krawatte knüpfend Schnitzler Das weite Land II; etw. an etw. k.: eine Schnur an die andere k.; einen Strick an den Balken k.; jmdn. an den Galgen k. (hängen) /bildl./ geh. die Bande enger k.; /übertr./ etw. an etw. k. etw. anschließen: eine Frage an das Gespräch k.; an etw. Betrachtungen, Vermutungen, Forderungen, Hoffnungen, Erwartungen k.; er gab das Geld, aber knüpfte einige Bedingungen daran; etw. knüpft sich an etw. etw. verbindet sich mit etw.: an diese Stadt k. sich für mich schöne Erinnerungen; an diese Höhlen k. sich viele Sagen;
2. etw. aus Fäden, Stoffstreifen durch Verschlingen, durch Knoten herstellen: Netze, Teppiche, ein Band aus Wollfäden k.; die Maschen des Netzes k.; die Knoten des Gewebes waren auf besondere Weise geknüpft; [ein Wollgürtel] aus dem sie sich dann am Abend im Gefängnis die Schlinge knüpfte Kaschnitz Lange Schatten 37; /bildl./ geh. Bande der Freundschaft, Liebe k.; /übertr./ (neue) Beziehungen, Verbindungen, Kontakte k.; die Handlung dieser Erzählung ist mangelhaft geknüpft

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