Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

krähen, Vb.

krähen /Vb./
1. der Hahn kräht (läßt seine Stimme ertönen) man diskutierte, bis die Hähne krähten (bis in den frühen Morgen hinein) /bildl./ salopp nach etw., jmdm. kräht kein Hahn mehr niemand fragt mehr danach, nach jmdm.: damals war das Ereignis in aller Munde, heute kräht kein Hahn mehr danach; so viele sterben, nach denen kein Hahn kräht J. Roth Rechts u. links 156
2. /übertr./ in hoher Tonlage und unschön sprechen, singen oder schreien: mit seiner hohen, scharfen Stimme krähte er dem andern ins Gesicht Feuchtw. Tag 243; hell, durchdringend, mißtönend, heiser k.; eine krähende Stimme haben; mit heller Stimme vergnügt schreien: der Säugling krähte zufrieden im Kinderwagen;

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