Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

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1laden(er lädt, umg. ladet,) lud, hat geladen
/vgl. geladen /
1. etw., jmdn. in, auf etw. jmdn. l. eine Last, Fracht auf, in etw., auf jmdn. legen, etw., jmdn. mit etw., jmdm. beladen: die Güter in Schiffe, Waggons l.; Steine in die Schubkarre l.; die Lasten auf Kamele, Maultiere l.; Sie luden sich den Kranken auf die Schultern H. Mann 3,186; /übertr./ mit der Erziehung seines Neffen wurde ihm eine schwere Last auf die Schultern geladen; ich lud damit eine große Verantwortung, Schuld auf mich; gibt es denn ein menschliches Verbrechen, das mein Mandant nicht auf sich geladen … hat Fallada Jeder stirbt 510; daß Solimann kurz vorher etwas besonders Verwerfliches auf sein Gewissen geladen hatte Musil Mann 229; salopp da haben wir uns etw. auf den Hals geladen (uns etw. aufgebürdet) landsch. salopp jmdn. auf den Besen, auf die Schippe l. (jmdn. zum Narren halten) etw. l. etw. als Last, Fracht aufnehmen: das Schiff lud Erz, hat Getreide, Holz geladen; Wir luden dort Kohlen für Rostock Weitendorf Logbuch 11; wieviel Zentner Kartoffeln hat der Lastwagen geladen?; /übertr./ salopp er hat schwer, ganz schön geladen (ist betrunken)
2. Mil. ein Geschoß in den Verschluß einer Feuerwaffe einführen: das Gewehr mit Patronen l.; d. Geschütz, Kanone (mit Granaten) l.; der Revolver ist geladen; Aber daß die Mannschaft vorschriftsmäßig scharf (mit scharfer Munition) lädt F. Wolf Matrosen 3
3. Phys. elektrische Energie speichern: die Batterie, einen Akku l.; ein Teil davon [der Drahtverhaue] ist mit Starkstrom geladen Remarque Im Westen 214; die Elektrode ist positiv, negativ geladen /übertr./ die Atmosphäre war mit Mißtrauen, Feindschaft geladen (alle waren mißtrauisch, feindselig) Erfrischt, begeistert und mehr mit Energie geladen (voller Tatkraft) als je ist Balzac nach Paris zurückgekehrt St. Zweig Balzac 289; sie ist mit Haß, Wut gegen ihn geladen;

WDG, 3. Band, 1969

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2laden(er lädt, umg. ladet,) lud, hat geladen
1. geh. jmdn. einladen: jmdn. zum Essen, zum Tee, zum Abendbrot l.; er lud ihn häufig zu Tisch; Im Herbst laden wir ihn zur Jagd Bobrowski Boehlendorff 18; keiner ihrer Bekannten war zur Hochzeit geladen; Es waren Freundinnen von Margit geladen C. Hauptm. Einhart 1,233
2. Jur. jmds. Erscheinen zu einem bestimmten Termin fordern, jmdn. vorladen: jmdn. vor Gericht, vor den Richter, zur Verhandlung l.; er wurde als Zeuge geladen

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Zitationshilfe
„laden“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/laden>, abgerufen am 12.08.2020.

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