Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

lahm, Adj.

lahm /Adj./
1. jmd. ist l. jmd. hat einen Körperschaden an Hüfte oder Bein, hinkt: das Kind ist von Geburt an l.; l. gehen (hinken) gelähmt: einen l. Arm, ein l. Bein haben;
2. umg. durch (einseitige) Belastung, Müdigkeit kraftlos geworden: meine Arme sind ganz l. vom Koffertragen; mir wird allmählich die Hand l.; seine von der Müdigkeit lahme Hand läßt ein Glas fallen Jahnn Holzschiff 79; Fernand stand auf mit lahmen Gliedern, dehnte sich Feuchtw. Narrenweisheit 350; er war müde und l. von der ungewohnten Arbeit; vom vielen Bücken wurde ihr das Kreuz l.;
3. /übertr./ umg. abwertend
a) eine l. (unzureichende) Entschuldigung, Ausrede
b) schwach, matt: Eure lahmen Proteste, wer fragt nach ihnen! Weinert Zwischensp. 694 eine l. Diskussion, Beteiligung;
c) salopp langweilig: so ein l. Geselle!; er erzählte ein paar l. Witze;

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Zitationshilfe
„lahm“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/lahm>, abgerufen am 05.08.2020.

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