Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

lau, Adj.

lau /Adj./
1. weder kalt noch heiß, mäßig warm: das Wasser ist nur l.; l. Kaffee; das Bier ist l. geworden; ein l. Bad; mild: eine l. Sommernacht; ein l. Regen; Laue Luft kommt blau geflossen Eichendorff 1,9; d. Tag, Luft, Wetter ist l.; der Wind wehte l., strich l. über die Felder;
2. /übertr./ weder ablehnend noch zustimmend, unentschlossen: eine l. Haltung, Hilfe, Kritik, Anerkennung, Stimmung; ein l. Applaus, Interesse; der Eifer war l. geworden; l. und träge Bürger; er zeigte sich l., war l. bis zur Gleichgültigkeit; die Frau, von der er weiß, daß sie den Mann nur lau oder gar nicht geliebt hat St. Zweig Balzac 419; die Lauen, die sich nicht entscheiden können, eine Sache zu ihrer Sache zu machen S. Lenz Zeit 57

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Zitationshilfe
„lau“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/lau>, abgerufen am 14.08.2020.

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