Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

leibhaftig, Adj.

leibhạftig, le̱i̱bhaftig /Adj./
gegenständlich, real (vorhanden)
a) er stellte sich /Dat./ das Erzählte l. vor; sie sah ihn l. vor sich; plötzlich stand er l. vor ihnen; er war ihm l. noch nicht begegnet; er war froh, als er tief im Gebirge l. Menschen traf; sie waren so gierig, als verkaufte er ihnen das leibhaftige Leben Aichinger Hoffnung 17
b) umg. wirklich, echt: er ist der l. Satan!; es schmeichelte ihm ja sehr, einen leibhaftigen Grafen im Laboratorium zu haben Bahr Himmelfahrt 10; er wurde bleich wie der l. Tod; das Kind stand vor der Mutter wie das l. schlechte Gewissen; sie sieht wie eine l. Hexe aus;
c) /leibhạftig; Adv./ umg. wirklich und wahrhaftig, tatsächlich: er ist es l.!; sie machten ihm l. den Prozeß; Die Tür öffnet sich wieder, und … Lotte kommt leibhaftig noch einmal herein! Kästner Lottchen 26

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Zitationshilfe
„leibhaftig“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/leibhaftig>, abgerufen am 27.09.2020.

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