Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

leid, Adj.

leid /Adj.;
nur in den festen Verbindungen/
a) etw. tut jmdm. l. jmd. bedauert, beklagt etw.: es tut mir l., daß …; es würde ihm sehr l. tun, wenn …; umg. tut mir l., aber ich kann nicht kommen; jmd. tut jmdm. l.: er tut mir l., weil er so krank ist; es tut mir so l. um ihn; spött. du kannst mir l. tun, wenn du so töricht bist
b) landsch. etw. ist, wird jmdm. l. jmd. bereut etw.: mein Versprechen ist mir l.; die bösen Worte waren ihm bald l.; es war ihm um jede Stunde l., die er versäumte; es ist ihm l. (geworden), hierher gekommen zu sein; laß es dir nicht l. sein (bereue es nicht)!
c) landsch. etw. ist, wird jmdm. l. jmd. ist, wird einer Sache überdrüssig: die Rederei war ihm schon l.; dem du zu viel der süßen Speise bietest, dem wird sie leid Zahn Indergand 114; jmd. ist, wird etw., jmdn. l.: Sie ist das unnütze Gerede leid Kolb Schaukel 55; ich werde es nicht leid, ihr Gesicht anzusehen Böll Wort 204; die Kinder waren das Spiel l. geworden; er ist seinen Freund l.;

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Zitationshilfe
„leid“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/leid>, abgerufen am 27.09.2020.

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