Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

leidenschaftlich, Adj.

leidenschaftlich /Adj./
von Leidenschaft erfaßt, getrieben
a) überaus heftig, ungestüm: ein l. Wunsch, Haß, Zorn, Trotz, Protest, Schmerz, Streit; eine l. Abneigung, Anklage, Parteinahme; l. Menschen; er ist eine l. Natur; etw. in l. Erregung, mit l. Hingabe, Anteilnahme, in einem l. Ausbruch tun; etw. l., mit l. Ton sagen, verteidigen, verneinen, ablehnen; ich glaube das nicht, rief er l.; jmdn. l. verfolgen, hassen; etw. l. diskutieren, fordern, anklagen; er ist ein l. (enthusiastischer) Patriot, Kämpfer für den Frieden voll überaus heftiger, starker Zuneigung, Liebe: jmdn. l. lieben, umarmen, küssen; sie betrachtete das Kind mit l. Zärtlichkeit, Innigkeit; eine l. Liebe;
b) umg. von großer Begeisterung für etw. erfüllt, überaus begeistert: er ist ein l. Raucher, Reiter, Jäger, Wassersportler, Theaterfreund, Sammler; er trieb l. Sport, sammelte l. Briefmarken, fuhr l. gern Auto; sie ißt l. gern Schokolade;

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Zitationshilfe
„leidenschaftlich“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/leidenschaftlich>, abgerufen am 12.08.2020.

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