Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

liefern, Vb.

liefern /Vb./
1. eine bestellte oder bereits gekaufte Ware an einen vereinbarten Ort senden, jmdm. bringen, zustellen: der Betrieb wird die Ware sofort, in vier Wochen l., konnte nicht zum vereinbarten, versprochenen Termin l.; umg. prompt⌝, schnell, schlecht, stockend l.; jmdm. etw. gratis l.; die Kartoffeln wurden ins, frei Haus geliefert; das Werk liefert (verkauft) seine Erzeugnisse in die ganze Welt
2. etw. produzieren, erzeugen: dieselben Meiler liefern auch die Grundstoffe für die Atombomben Planck Sinn 30 der Betrieb hat 4000 Exemplare über den Plan hinaus geliefert; die Biene liefert Honig und Wachs; die Speicheldrüsen l. den Speichel;
3. /l. + abhängiges Subst. dient in abgeblaßter Bedeutung häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffes / für etw. einen Beweis l. (etw. beweisen) das Ereignis lieferte (gab, bot) für einige Tage genug Gesprächsstoff die Gegner lieferten sich eine Schlacht, ein Treffen (kämpften miteinander) jmdn. in jmds. Hände, Gewalt l. (jmdn. jmdm. ausliefern) umg. jmdn. ans Messer, an den Galgen l. (jmdn. zugrunde richten, dem Untergang preisgeben) die Fußballelf hat ein hervorragendes Spiel geliefert (hat sehr gut, erstklassig gespielt) daß er bei unserm abendlichen Schach eine miserable Partie liefert (sehr schlecht spielt) Frisch Gantenbein 189

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Zitationshilfe
„liefern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/liefern>, abgerufen am 12.08.2020.

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