Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

liegenbleiben, Vb.

-bleiben /Vb./
1. jmd. bleibt liegen
a) jmd. steht nicht auf: ich bleibe noch (im Bett) liegen; sie mußte wegen der Verletzung einige Tage l. (konnte, durfte einige Tage nicht aufstehen) Schließlich fiel sie … neben dem Toten aufs Lager hin, wo sie bewußtlos liegenblieb G. Hauptm. 1,72 (Quint)
b) umg. jmd. kann seinen Weg nicht fortsetzen, kommt nicht weiter: wir hatten eine Panne und blieben auf der Autobahn liegen; wir blieben in B auf dem Bahnhof liegen (hatten dort keinen Anschluß mehr)
2. etw. bleibt liegen
a) etw. bleibt unerledigt: durch den Besuch ist (mir) viel Arbeit liegengeblieben;
b) etw. wird vergessen, nicht abgeholt: ist hier eine Tasche liegengeblieben?; gib acht, daß der Schirm nicht liegenbleibt;
c) umg. etw. wird nicht verkauft, abgesetzt: ein großer Teil der Ware ist dem Kaufmann liegengeblieben;

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Zitationshilfe
„liegenbleiben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/liegenbleiben>, abgerufen am 29.09.2020.

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