Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

link, Adj.

link /Adj./
1. auf der Körperseite befindlich, auf der das Herz liegt, Ggs. recht: der l. Arm; das l. Bein; er saß an, zu ihrer l. Seite; er schreibt mit der l. Hand; linker Hand (links) liegt der Bahnhof der l. Schuh drückt; die Fahrkarte steckte in der l. Manteltasche; Boxen er traf den Gegner mit einem l. (mit dem linken Arm ausgeführten) Haken links liegend: ich sah ihn auf der l. Straßenseite kommen; die l. obere Ecke des Heftes ist umgeknickt; Ballspiele der l. Außenstürmer; /bildl./ zwei l. Hände haben (ungeschickt in der praktischen Arbeit sein) /übertr./ umg. scherzh. die l. Hand kommt vom Herzen /wird gesagt, wenn die linke Hand zur Begrüßung gereicht wird/ er ist heute mit dem l. Bein zuerst aufgestanden (ist übel gelaunt) veralt. eine Ehe zur l. Hand (eine nicht standesgemäße Ehe beim Hochadel)
2. die l. (Ggs. rechte) Seite (Innenseite, untere Seite) des Stoffes, einer Tischdecke
3. in der politischen Anschauung zur Linken gehörend, Ggs. recht: l. und rechte Abgeordnete; l. Zeitungen; Augenblicklich kann man nicht von dem Vorhandensein eines ernsten linken Flügels … sprechen Thälm. Reden 1,199 er ist ein Linker, gehört zu den Linken;
4. Handarb. l. (Ggs. rechte) Maschen (Maschen, bei denen von rechts nach links eingestochen und ein vorgelegter Faden durchgezogen wird) stricken

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Zitationshilfe
„link“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/link>, abgerufen am 28.07.2021.

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