Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

losgehen, Vb.

-gehen /Vb./
1. umg. aufbrechen, sich aufmachen: wann müssen wir l., um den Zug zu erreichen?; salopp geh los (geh weg) und laß dich nicht wieder blicken! /bildl./ geh mir (doch) los (laß mich zufrieden) mit deinem Gerede, solchen Ansichten!
2. auf jmdn., etw. l. auf jmdn., etw. (in feindlicher Absicht) zugehen: sie gingen (wie zwei Kampfhähne) aufeinander los; auf den Feind l.; Ich versteh', daß man mit gezücktem Messer auf einen Rivalen losgehn … kann Schnitzler Das weite Land III; auf jmdn. eilig l. /bildl./ auf sein Ziel, das Examen l.
3. umg. abgehen, sich ablösen: ein Knopf ist losgegangen; Ein Stückchen Kopfhaut ist auch mit losgegangen Brecht Mann 2
4. umg. ein Gewehr geht los ein Schuß löst sich: ein Revolver geht los; Und daß die Neuen, die noch kein Pulver gerochen haben, sich nicht umdrehen, wenn die Kanonen losgehen Bredel Heerstraßen 212; ein Schuß geht los; e. Granate, Geschoß geht los (explodiert)
5. umg. etw. geht los etw. beginnt: d. Vorstellung, Theater, Feier geht um 20 Uhr los; jetzt, gleich geht's los; da ging d. Geschrei, Getöse, Spektakel, Aufstand los; Die Reise nach Berlin kann losgehen Kästner Emil 45; los geht's!; scherzh. auf los geht's los (es beginnt sofort)

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Zitationshilfe
„losgehen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/losgehen>, abgerufen am 12.08.2020.

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