Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

loslassen, Vb.

-lassen /Vb./
1. etw., jmdn. nicht mehr (fest)halten: sie ließ seine Hand los; laß mich los! /bildl./ Seine Augen … haben es an sich, daß sie das nicht mehr loslassen, was sie einmal erfaßt haben E. Weiss Verschwender 9 etw. läßt jmdn. nicht los etw. beschäftigt jmdn. unablässig: d. Buch, Problem, Gegenstand läßt mich nicht (mehr wieder) los;
2. jmdn. nicht mehr zurückhalten: die Hunde, Meute l.; umg. du bist heute wie losgelassen (ausgelassen) jmdn. auf jmdn. l.: die Hunde, Meute auf den Verbrecher, das Wild l. (zum Angreifen treiben) salopp skrupellose Ärzte, Juristen auf die Menschen l. (sich frei betätigen lassen)
3. salopp e. Beschwerde, eingeschriebenen Brief (an die Behörde) l. (schreiben und abschicken) Witze l. (erzählen) eine Rede l. (halten)

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Zitationshilfe
„loslassen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/loslassen>, abgerufen am 30.07.2021.

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