Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

meist, Adj.

meist /Adj., Superl. zu viel, sehr /
1. /Superl. zu viel / er hat die m. Bücher, die m. Zeit; sie hat das m. Talent; wer bietet am m., das m.; er arbeitet, verdient am m., das m.; er hat am m., die m. Aussicht zu gewinnen
2. /nur attr.; bezeichnet den größten Teil einer Gesamtheit, die Mehrheit/ die m. Zeit verbringe ich am Schreibtisch; die m. Jahre lebten sie in Leipzig; die m. seiner Bücher hat er antiquarisch gekauft; in den m. Fällen ist das so; die m. (Leute, Menschen) glauben, daß …; sie hatte Angst wie die m.; das m. davon ist übriggeblieben, habe ich vergessen
3. am meisten /Superl. zu sehr/ über dein Geschenk habe ich mich am m. gefreut; den Vater liebt sie am m.
4. am meisten /dient zur Umschreibung des Superl.
a) bei Partizipien, wenn sie stark verbalen Charakter haben/ die am m. befahrene Straße; die am m. zerstörte Stadt; er ist der am m. Bewanderte unter uns
b) bei Adjektiven, deren Superl. sich schwer bilden läßt/ er ist der am m. bemitleidenswerte Kranke
5. /Adv./ meistens, fast immer, fast nur: er kommt m. gegen Abend; die Gäste sind m. Schüler und Studenten; es waren m. ältere Leute; er kommt m. diesen Weg; m. kommt es anders, als man denkt;

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Zitationshilfe
„meist“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/meist>, abgerufen am 29.03.2020.

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