mildern /Vb./
einen starken Sinneseindruck abschwächen, mäßigen, milder machen
a) seinen Ton, die Stimme m.; diese Wand mildert den Lärm kaum; Ach, daß es Wolken gab, die das gnadenlose Licht milderten Kasack Stadt 568; ein frischer Wind mildert die Sonnenglut; Vom Lehmboden drang, durch die dünne Strohschicht kaum gemildert, die Bodenkälte in seinen Rücken R. Bartsch Geliebt 12; einen Anprall, den Stoß m.; sich m.: in den tieferen Lagen beginnt sich der Frost zu m.;
b) /übertr./ etw. dämpfen, abmildern: d. Wirkung, Eindruck von etw. m.; etw. mildert jmds. Heftigkeit, Zorn, Erregung; e. Strafe, Urteil, Bestimmung m.; diese Textstelle muß noch etwas gemildert werden; mildere deine Ausdrücke!; die Gegensätze konnten auf der Konferenz nicht gemildert werden; jmds. Not, Leid, Schmerz(en) m. (lindern) einem Redner … mag man mildernde Umstände zubilligen, wenn er nach Aktualität hascht Klemperer LTI 207; sich m.: ihre Gesichtszüge milderten sich (wurden sanfter)

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