Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

mustern, Vb.

mustern /Vb./
1. jmdn., etw. prüfend betrachten, gründlich ansehen: jmdn. aufmerksam, spöttisch, mißtrauisch m.; jmdn. von oben bis unten, von Kopf bis Fuß m.; sie musterte ihn von der Seite; der Richter mustert den Angeklagten mit scharfem Blick; der fremde Gast wurde neugierig gemustert; er mustert seine Uniform, seinen neuen Hut;
2. etw. mit Mustern, sich wiederholenden Verzierungen versehen, ausstatten: eine Wand m.; Vasen, Bänder, Keramikgefäße m. /oft im Part. Prät./ ein gemusterter Stoff; der Teppich ist reich gemustert
3. Mil. Wehrpflichtige auf ihre Diensttauglichkeit hin prüfen, untersuchen: dieser Jahrgang sollte bis Mitte September gemustert sein und dann einberufen werden; [er erklärte] es sei das beste, Isidor Löb ordnungsgemäß von einem Militärarzt mustern zu lassen Kellerm. Totentanz 211

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Zitationshilfe
„mustern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/mustern>, abgerufen am 04.12.2020.

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