plastisch /Adj./
griech.
1. körperhaft wirkend, nicht flächenhaft: die p. Wirkung des Bildes, einer Dekoration; dieser Stoff hat eine p. hervortretende Musterung; Daß wir die Dinge plastisch sehen … beruht zum großen Teil auf der Verschiedenheit der beiden Netzhautbilder K. v. Frisch Du u. das Leben 139; ein p. Film (Film, der räumlich wirkende Bilder vermittelt, dreidimensionaler Film) deutlich hervortretend: die Waldberge … die hier schon plastischer aus ihrem Dunst hervortraten Carossa Jahr 16; [der] Bürgermeister … faltet die Hände über seinem sehr plastischen Bauch Werfel Bernadette 173; /übertr./ anschaulich, bildhaft, deutlich, einprägsam: etw. p. schildern, erzählen; er gab eine sehr p. Darstellung seiner Erlebnisse; der Bericht war p.; in seinem Roman läßt der Autor hinter den privaten Schicksalen die gesellschaftlichen Zustände p. hervortreten, gibt der Autor ein p. Bild seiner Zeit;
2. die Plastik betreffend, bildhauerisch: die p. Kunst; [Eindrücke] wie sie uns etwa aus den plastischen Werken der deutschen Gotik … zuteil werden G. Hauptm. 1,209 (Quint)
3. formbar, Plastizität aufweisend: eine p. Masse; p. Materialien; Ton, Lehm ist p.; Metalle durch Biegen, Pressen, Schmieden p. (im Zustand der Plastizität) verformen Blei, Kupfer und Zink [haben] … ausgeprägte plastische Eigenschaften; man kann sie bei Zimmertemperatur in nahezu jede beliebige Form bringen Urania 1965
4. Med. die p. Operation (Operation bes. zur Wiederherstellung der normalen Form und Funktion eines defekten Organs, zur Beseitigung von Entstellungen) die p. Chirurgie (Chirurgie, die sich mit plastischen Operationen befaßt)

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