Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

preisgeben, Vb.

-geben /Vb./
1. jmdn., etw. aufgeben, verraten: einen Menschen, d. Heimat, Vaterland, seine Freiheit, Ehre, ein Prinzip, sich selbst p.; Sie will ihre Mutter in Schutz nehmen und gibt deswegen den Vater preis Bredel Väter 173 jmd. fühlt, sieht sich preisgegeben; ein Geheimnis p.; sie hat seinen Namen, ihre Beziehungen zu ihm der Öffentlichkeit preisgegeben;
2. jmdn., etw. jmdm., einer Sache überlassen: jmdn. der Gefahr, Willkür, Versuchung, dem Elend, Verderben p.; ein Gebäude dem Verfall p.; einer Sache, jmdm. preisgegeben (ausgeliefert) sein: jmd., etw. ist aufdringlichen Blicken, dem Gespött, der Verachtung, Lächerlichkeit preisgegeben ohne Mantel und Schirm war er dem Unwetter, Sturm und Regen schutzlos preisgegeben; sie gab sich ihm widerstandslos preis;

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Zitationshilfe
„preisgeben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/preisgeben>, abgerufen am 25.02.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum WDG – Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache