rauben /Vb./
1. etw., jmdn. gewaltsam in seinen Besitz bringen, etw. jmdm. unter Anwendung oder Androhung von Gewalt wegnehmen
a) /vom Menschen/ die Einbrecher raubten den ganzen Schmuck; die Banditen raubten und mordeten; die Gangster raubten (entführten) ein Kind jmdm. etw. r.: jmdm. Geld, die Wertsachen r.; /übertr./ jmdm. die Ruhe r.; Wirst du uns vielleicht das Vergnügen rauben, in deiner Gesellschaft der Vorstellung beizuwohnen? Schnitzler Erzählungen 101; sich /Dat./ nicht seine Überzeugung r. lassen; das Unglück raubte ihm den Verstand (machte ihn verrückt) er raubte ihr einen Kuß (küßte sie gegen ihren Willen) altertümelnd einem Mädchen die Unschuld r. (es verführen) beständige Sorgen haben ihm den Schlaf geraubt (haben ihn nicht schlafen lassen) der Krieg raubte ihm zwei Söhne
b) /vom Tier/ etw. als Beute forttragen: der Habicht hat ein Huhn geraubt;
2. Bergm. Grubenholz aus einer stillgelegten Grube entfernen

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …