Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

sacht, sachte, Adj.

sacht(e) /Adj./
1. kaum merklich, sanft
a) leise, behutsam, leicht: etw. s. anfassen; jmdn. s. streicheln, küssen, wecken, von sich wegschieben; sich s. entfernen, fortschleichen, hinsetzen, erheben, von jmdm. losmachen; s. die Tür öffnen, schließen, an die Tür klopfen; er ging s. die Treppe hinauf, ins Zimmer hinein; ihr Atem ging s.; er nahm das Kind s. auf den Arm; Die Ähren wogten sacht Eichendorff Mondnacht der Fluß rauschte s.; das Boot schaukelte s.; die Strömung war s.; ein s. Geräusch, Plätschern, Klopfen; ein s. Stoß, Windhauch; etw. mit s. Hand berühren; er näherte sich ihnen mit s. Schritten;
b) langsam, allmählich: der Weg führt s. bergan; die Berge erheben sich s. hinter den Wäldern, steigen s. an; s. abfallende Felder; das Interesse der Leser an diesem Ereignis erlahmte s.; Eine wunderbare, sich sachte an Schönheiten steigernde Landschaft Bronnen Deutschland 93; gemächlich: der Zug fuhr s. weiter; die Pferde trabten s. dahin;
2. /Adv./ sachte umg.
a) /in Ausrufen der Warnung, Zurechtweisung/ sachte, sachte! vorsichtig, langsam, nicht so schnell!: (immer) sachte!; nur (man) sachte!
b) nach und nach: es wird so sachte Zeit zum Aufbruch; er wollte sich so ganz sachte eine neue Wohnung suchen;

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Zitationshilfe
„sacht“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/sacht>, abgerufen am 28.09.2020.

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