Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

sacken

sacken, sackte, ist gesackt/ hat gesackt
1. langsam fallen, kippen, sich abwärts bewegen, sinken(ist:) umg. er sackte auf das Bett, den Hocker, in einen Sessel, vom Stuhl, zu Boden, auf die Erde, ins Gras; er sackt nach vorn, zur Seite, in die Knie; sein Kopf sackte auf das Kissen; das Flugzeug sackte in Luftlöcher, plötzlich nach unten; der Stein sackt immer tiefer in den Morast; die Erdmassen sackten in den Fluß; d. Schiff, Boot begann zu s. (versinken) d. Garten, Gebäude sackt (senkt sich allmählich) schwer, schlaff herunterhängen: Unter den Augen sackte die Haut in schlaffen Falten M. W. Schulz Staub im Wind 226; Die Joppe, die Weste – das hing alles verrutscht und sackend an ihm O. M. Graf Unruhe 22
2. etw. in Säcke abfüllen, absacken(hat:) Getreide, Korn, Häcksel s.; Genau zwei Zentner und drei Pfund werden gesackt Fallada Kleiner Mann 66; er liefert nur gesackte Ware; sie kauften gesackten Zement, Kalk, Gips;

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Zitationshilfe
„sacken“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/sacken>, abgerufen am 28.09.2020.

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