Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schämen, Vb.

schämen, sich /Vb./
Scham empfinden: sich s., etw. zu tun; Du sollst dich schämen, so von deinem toten Vater zu reden Baierl Flinz 7; schämst du dich gar nicht, so zu lügen, so faul, ungezogen zu sein?; umg. sich bis in die Seele hinein, zu Tode, in Grund und Boden s.; sich /Dat./ die Augen aus dem Kopf (sehr) s. sich wegen der schmutzigen Kleidung s.; sich wegen einer begangenen Dummheit vor den Eltern, der Familie s.; sich für das, was man getan hat, s.; geh. sich einer Sache, jmds. s.: sich seiner Angst, Ausflüchte, Feigheit, Vergangenheit, des Verdachts s.; Schon frühzeitig habe ich mich der Gedichte geschämt und schäme mich ihrer noch heute Kisch Marktplatz 68; Er schämte sich der Schwester, und er liebte sie zugleich Weismantel Riemenschneider 139

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Zitationshilfe
„schämen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schämen>, abgerufen am 19.09.2020.

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