Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schändlich, Adj.

schändlich /Adj./
1. so geartet, daß es eine Schande ist, daß es Schmach, Unehre bringt: s. Absichten, Taten; ein s. Betrug, Verrat; er nahm ein s. Ende; salopp abwertend jmd. hat ein s. Maul (Schandmaul) umg. ein s. Mundwerk haben; sie hatte ein weiches Herz, und das erleichterte ihr den Erwerb [Kuppelei], denn sie wußte, daß er schändlich war Musil Drei Frauen 59; es wäre schändlich (beschämend), wenn dir das Mahl mißriete G. Kaiser Tanaka I; sich s. benehmen; jmdn. s., in s. Weise betrügen, im Stich lassen, verlassen; ein s. (nichtswürdiger, niederträchtiger) Mensch Rom hat einen schändlichen Kaiser Dürrenmatt Romulus I
2. umg. sehr unangenehm, scheußlich: heute ist s. Wetter; daß sie [die Wildkatzen] ihm … auf den Kopf gesprungen sind und ihn schändlich zugerichtet haben R. Gerlach Vierfüßler 266; /Adv./ salopp übertrieben überaus, sehr: sich s. ärgern; etw. ärgert ihn s., ist s. teuer;

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Zitationshilfe
„schändlich“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schändlich>, abgerufen am 28.09.2020.

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