schönen /Vb./
fachspr. etw. so behandeln, daß es ein besseres Aussehen erhält, haltbarer wird
a) trübe Flüssigkeiten künstlich klären: Wein, Traubensaft s.;
b) Stoffarben durch eine bestimmte Färbung größere Leuchtkraft, Lebhaftigkeit verleihen

schonen /Vb./
jmdn., etw. s. auf jmdn., etw. Rücksicht nehmen, jmdn., etw. behutsam behandeln: die Kranke s.; er wurde wegen seiner Schwächlichkeit immer geschont; die sind sich klar darüber, daß ich geschont werden muß, weil ich eine Waise bin H. Kant Aula 40; man sollte ihn nicht länger s. (endlich Schritte gegen ihn unternehmen) schone deine Augen, Nerven!; du mußt deine Kräfte s. (mit deinen Kräften haushalten) jmds. Gefühle s.; um die Pferde zu s., ritten sie Schritt; veralt. /mit Gen./ O Mirjam, schone deines blinden Kindes! Le Fort Papst 249; sich s. sich nicht überanstrengen, auf seine Gesunderhaltung bedacht sein: du mußt dich mehr s.; es geht ihm schon besser, aber er muß sich noch immer s.; etw. s. etw. so pfleglich, sorgsam behandeln oder wenig benutzen, daß es lange in einem guten Zustand erhalten bleibt: er schont seine Kleidung; das Kind schont seine Sachen, Schuhe nicht; Sie zog ihren Mantel an, den sie den ganzen Winter über sehr geschont hatte Seghers 3,168 (Rettung) ; /häufig im Part. Präs./ schonend rücksichtsvoll: jmdm. eine schonende Behandlung zuteil werden lassen; man hatte sie in schonender Weise, Art darauf vorbereitet, es ihr mit schonenden Worten, schonend beigebracht, mitgeteilt; man ist sehr schonend mit ihr verfahren; du mußt mit deinen Sachen schonender (sorgsamer) umgehen etw. schont etw. etw. greift etw. nicht an, etw. ist gut für etw.: diese Seife schont die Haut; das Waschmittel schont die Wäsche

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