Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schütten

schütten, schüttete, hat geschüttet
1. etw. aus etw. heraus und in, auf, über etw. fließen, rinnen lassen, gießen, bes. von Flüssigkeiten, von pulvrigen und körnigen Stoffen: Wasser aus dem Eimer, in die Schüssel, in den Ausguß s.; Salz, Zucker, Mehl (aus der Tüte) in ein Gefäß s.; Viehfutter in den Trog s. er hat sich /Dat./ (unabsichtlich) ein paar Tropfen Wein auf den Anzug geschüttet; Weil der zuerst geschüttete Beton früher abbindet, kann der eine Verschalungsring gelöst und wieder oben aufgesetzt werden Tageszeitung 1966; etw. in größerer Menge ungeordnet auf einen Haufen werfen: /bes. vom Schüttgut/ Korn auf den Boden s.; wir haben alles, den Sand, die Steine, den Abfall auf einen Haufen geschüttet; der Preis für geschüttete (nicht gestapelte, nicht abgepackte) Briketts
2. etw. schüttet gut etw. ist ertragreich, ergiebig: /bes. vom Getreide, von einer Quelle/ d. Getreide, Korn, Weizen schüttet gut, schlecht in diesem Jahr; der Erddamm, der eine reich schüttende Quelle am Südabhang aufstaute Natur u. Heimat 1957
3. umg. es schüttet es regnet stark, es gießt: gestern hat es tüchtig geschüttet;

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Zitationshilfe
„schütten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schütten>, abgerufen am 15.08.2020.

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