Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schaben, Vb.

schaben /Vb./
1. mit einem scharfen Gerät über die Oberfläche von etw. streichen und dadurch sie selbst oder etw. von ihr entfernen: etw. s.: Möhren s.; neue Kartoffeln s.; etw. von etw. s.: Die Hacke glitzert, mit der er das Harz von den Bäumen schabt Rosegger 1,79 (Waldschulmeister) ; den Rest des Rührteiges mit einem Teigschaber aus der Schüssel s.; Techn. mit einem Schaber von der Oberfläche eines Werkstücks feinste Späne abheben, um die Oberfläche dadurch möglichst eben und glatt zu machen: ein Werkstück s.;
2. salopp scherzh. sich s. (sich rasieren) sich /Dat./ den Bart s.
3. sich, etw. an etw. s. sich, etw. an etw. reiben, scheuern: Rinder, die sich am Drahtzaun schaben Renn Krieg 26; behaglich schabte er den Rücken an der sonndurchwärmten Hauswand Viebig Weiberdorf 52; sich /Dat./ die Finger wund s.
4. mit etw. auf einer Fläche entlangfahren und dabei ein leises kratzendes Geräusch erzeugen: Die Eßlöffel der Kleinen schaben auf dem Tellergrund Strittmatter Ochsenkutscher 218 Guido … schabte mit einer Schuhspitze auf dem Boden M. Walser Halbzeit 475
5. Geschabtes (Schabefleisch)

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Scharbockskraut
Zitationshilfe
„schaben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schaben>, abgerufen am 23.09.2020.

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