Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schal, Adj.

schal /Adj./
abgestanden und ohne kräftigen Geschmack, fade: d. Bier, Wein ist (im Glase) s. geworden; einen s. Geschmack im Mund, auf der Zunge haben; Er spürte im Gaumen den schalen Nachgeschmack des Himbeerwassers J. Roth Radetzkymarsch 138; ein s. Geruch; Sie standen und saßen im schalen Dunst der Weinreste Feuchtw. Füchse 431; /übertr./ geh. Sie sahen zu ihren Füßen einen großen See, auf dessen milchig stummer Fläche der schal (fahl, trübe) gefärbte Abend lag Werfel Musa Dagh 553; die Freude klingt unecht, die Musik schal Hesse 3,420; eine s. gewordene Freude, ein s. Gefühl; abgeschmackt: s. Worte, Späße;

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Scharbockskraut
Zitationshilfe
„schal“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schal>, abgerufen am 06.08.2020.

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