Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schauern, Vb.

schauern /Vb./
I. durch eine heftige Empfindung, bes. durch Ehrfurcht, Ergriffenheit, Angst, Entsetzen, oder durch Kälte, Fieber zittern, frösteln: jmd. schauert (im Regen, kalten Wind, ängstlich, vor Erregung); Die Morgenkälte faßte mich und machte mich schauern Renn Krieg 324; d. Ehrfurcht, Glück, eine Drohung läßt jmdn. s.; er schauerte bei dem Gedanken an den Tod; Der alte Mann schauerte am ganzen Leib, so durchfrostete ihn das Entsetzen St. Zweig Novellen 2,399; dem Fiebernden schauerte die Haut; ihm schauerten alle Glieder; jmdn., jmdm. schauert (es): mich, mir schauerte; es schauerte sie vor Kälte, Ergriffenheit; ihn, ihm schauerte (grauste) (es) vor der Einsamkeit, dem Tod ein (eisiges, eiskaltes) Schauern ging, lief, kroch durch seine Glieder;
II. umg. es schauert ein Regen-, Hagel-, oder Schneeschauer geht nieder: es hat den ganzen Tag geschauert;

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Zitationshilfe
„schauern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schauern>, abgerufen am 27.10.2020.

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