Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

scheitern

scheitern, scheiterte, ist gescheitert
1. etw. scheitert etw. mißlingt, mißglückt, schlägt fehl: d. Expedition, Konferenz, Versuch ist gescheitert; jmds. Pläne zum Scheitern bringen; das Scheitern der Revolution von 1848; die Aktion war von vornherein zum Scheitern verurteilt; an, durch etw., jmdn. s.: das Vorhaben ist am fehlenden Geld gescheitert; der Versuch zur Versöhnung scheiterte am bösen Willen der Partner; an mir soll die Sache nicht s.; geh. zunichte werden: Vor Orleans soll das Glück des Feindes scheitern Schiller Jungfrau Prolog 3; war eben ihre letzte törichte Hoffnung gescheitert Seghers 5,231 (Transit)
2. jmd. scheitert jmd. hat keinen Erfolg, versagt: im Beruf, Leben s.; Vielleicht hatte er diesmal mehr Glück; er durfte kein zweites Mal scheitern Noll Holt 2,130; ein gescheiterter Arzt, Kaufmann; eine gescheiterte Existenz (Mensch, der keinen Erfolg gehabt hat) an, durch etw. s.: an mangelnder Erfahrung s.; mit etw. nicht fertig werden, nicht zu Rande kommen, etw. nicht zustande bringen: an einer Aufgabe s.;
3. veraltend auf Grund laufen, auflaufen (und zerschellen): das Schiff scheiterte an einer Klippe, auf einer Sandbank; in einzelne Stücke, Scheite zerbrechen: Da fühlten wir einen furchtbaren Stoß, ein Scheitern und Splittern, als wäre das Schiff gegen eine Granitklippe angelaufen G. Hauptm. 2,211

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Zitationshilfe
„scheitern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/scheitern>, abgerufen am 31.10.2020.

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