Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schelten

schelten(er schilt,) schalt, hat gescholten
geh. oft landsch.
1. jmdn. laut (schimpfend) tadeln, jmdm. einen Verweis erteilen: jmdn. s., weil er sich schlecht benimmt; jmdn., sich selbst einen Esel s.; vom Lehrer gescholten werden; dastehen wie ein gescholtenes Kind; etw. s. etw. tadeln: jmds. Betragen s.; eine mehr gescholtene als verstandene Institution Mommsen Reden 107
2. über jmdn., etw. schimpfen: auf jmdn., etw. s.; der unreife Bursche schalt wütend auf seine Eltern; auf die Technik s.; eine Frauenstimme schalt schrill Fallada Wolf 1,5; Er schalt kurz und grimmig Frenssen Baas 269 sich mit jmdm. s. sich gegenseitig beschimpfen: er schalt sich immer mit seiner Frau;
3. jmdn. einen Narren s. jmdn. einen Narren nennen: jmdn. einen armen Irren, einen Dummkopf s.; jmdn. närrisch, töricht s.;

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Zitationshilfe
„schelten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schelten>, abgerufen am 28.10.2020.

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