Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schielen, Vb.

schielen /Vb./
1. jmd. schielt jmd. hat eine fehlerhafte Augenstellung: er schielt auf dem rechten, linken Auge; das Schielen kann geheilt werden; ein schielendes Kind;
2. umg. verstohlen, heimlich von der Seite auf etw., jmdn. blicken: ängstlich, argwöhnisch, begehrlich, mißtrauisch, neugierig, verstohlen nach etw., jmdm., auf etw., jmdn. s.; auf die Arbeit des Nachbarn s.; um die Ecke s.; als er zu spät kam, schielte er verlegen zum Lehrer; durch einen Spalt der Tür s.; /bildl./ Trübselig schielte die Sonne durchs weißliche Gewölk Ebner-Eschenb. 5,151 (Gemeindekind) ; nach dem Bettzipfel s. (sehr müde sein) salopp etw. haben wollen, begehren, erstreben: nach einer Erbschaft, dem neuen Auto des Nachbarn s.; nach jungen Mädchen s.;

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Zitationshilfe
„schielen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schielen>, abgerufen am 27.10.2020.

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