Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schier, Adv.

1schier /Adv.; drückt aus, daß etw. einem außerordentlichen, erstaunlichen Zustand, Grad oder Ausmaß sehr nahekommt/
beinahe, fast: das ist s. unmöglich; er geriet s. außer sich; sie wollte s. verzweifeln; eine s. unübersehbare Menschenmenge; Wenn ich abends … in die schier unendliche Weite der liebgewonnenen Landschaft hineinträumte Schomburgk Afrika 75

WDG, 4. Band, 1974

schier, Adj.

2schier /Adj./
landsch. bes. norddt. umg. rein, unvermischt: s. Fett; das Fleisch ist s.; die weiße s. Milch; sein [des Ewers] Licht lag weit überm Strom, ein glitterndes Band von schierem Gold Frenssen Baas 140; /übertr./ die s. Wahrheit; eine s. Erfindung, Lüge; das ist s. Undank für meine Mühe

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Zitationshilfe
„schier“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schier>, abgerufen am 27.10.2020.

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